in Politik

Steuerschleuder und deutsche Staatsgläubigkeit

Staatsgläubigkeit ist Deutschlands Achillesverse. Diäten, welch freche, ironische Bezeichnung für eine Gehaltserhöhung, werden, ohne einen Funken Opposition von mündigen Bürgern, erhöht. Gauck lässt die Abgeordneten ein paar Tage zappeln, dann machen alle auf Wellness.

Wir haben eine regierende Partei mit einem religiösen Namen: Christlich Demokratische Union (CDU). Staat und Kirche sind immer noch nicht getrennt, wir schreiben 2014. Auch die Kirchensteuer wird weiterhin munter vom Finanzamt abkassiert. Dann wäre da noch die BayernLB. Dank geschwächter Geständnisse von CSU Mitgliedern (ist auch religiös) im Landesgericht, ganz fein raus. Wieviel Milliarden hat die Steuerschleuder Bank eigentlich in den Sand gesetzt? Milliarden, also irgendwas mit 0.000.000.000. Wieviel die HypoRealEstate? Zur Auswahl haben wir noch den BER, die Elbphilharmonie, Stuttgart21 und Hoeneß als aktuelles Symbol des Steuerhinterziehers im großen Stil.

Außer den Linken ist die Opposition im tiefsten Winterschlaf. Was machen eigentlich Die Grünen? Von Merkels anpassungswilliger, systemopportunistischer, flip floppiger und visionsloser Politik komplett eingelullt. Außer Freiheit statt Angst Kämpfer, empathische Menschen, die sich für Asylbewerber einsetzen, Hooligans oder Tierschützer ist dieses Jahr sonst keiner auf die Straße gegangen. Dann ist die da noch die Generation Y, was warum auf Englisch heißt, die lieber Geld, Selfies und Komfort vorziehen als sich für andere Mitbürger einzusetzen, ohne dabei eigene Vorteile zu ergattern.

Ich träume davon wenn deutsche Bürger gegen Steuerverschwendung auf die Straße gehen. Eigentlich sind die Wessis mal dran, haben ja zur Wiedervereinigung und dem Fall der Mauer, außer als Empfangskomitee, nicht gerade viel geleistet. Vielleicht sind die kulturellen Obrigkeit-Codes der Fürsten, Kaiser, Könige, Führer und Sekretäre einfach zu nah dran im Zeitraffer der Geschichte.

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