Trump ist kein Punk

„Leute, die sagen, es gäbe keinen politischen Punk, gehen nicht zu kleinen Shows in ihrer Gegend. Viele beißen sich richtig fest – etwa UI/UX, eine kleine Band aus San Francisco.“ – Jello Biafra

via Thomas Salter

Kreuzberg lebt!

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Geboren sind sie aus freier Vernetzung von mehreren Kreuzberger Freundeskreisen. Das erste Mal habe ich Basement Funk Orchestra (BFO) auf dem Karneval der Kulturen gehört und war von der positiven Energie der Band sofort inspiriert als ich von der U-Bahn Station Südstern die Treppe hoch lief und der Basement Funk live war. Ein bisschen Hip Hop, Funk, Punk und Jazz. Mit dem Lead-Rapper Joschka habe ich gesprochen.

sto: Wie habt ihr euch als Band gefunden?

Joschka: Wir sind eher ein Zufallsprodukt, ein Zusammenschluss aus dem Freundeskreis mit Connections über zwei bis drei Ecken und es sind eher ungeplant Leute dazu gekommen. Energetisch hatten wir von Anfang an ein gutes Level, sind organisch gewachsen und es hat immer Spaß gemacht. Der „Auftakt Bandcontest“ in Tempelhof war unser 2. Konzert bei dem wir den Preis als Publikumsliebling gewonnen haben.

sto: Was bedeutet Berlin für euch?

Joschka: Es ist der Geburtstort der Band, unsere Heimat, wir haben ein großes Netzwerk an Leuten hier, offene Musiker. Wir haben schon vier Mal auf dem Karneval der Kulturen gespielt und in 2012 den Berlin Music Award gewonnen. Unser Song „Pulverfass“ ist eine Momentaufnahme Berlins, auch vom alten Berlin, den ein Großteil wohnt nicht mehr in Kreuzberg.

sto: Wie nutzt ihr das Internet zum Vertrieb der Musik?

Joschka: Für das Debutalbum haben wir eine GbR gegründet, einen eigenen Shop auf unserer Homepage eingerichtet, verkaufen digital via bandcamp und unterstützt durch Destiny Records, die uns auf den größeren Plattformen vertreiben. Wir nutzen auch iTunes und Facebook um Pulverfass bekannter zu machen. Außerhalb von Berlin ist das Internet, auch in Blogs wie bei dir, unser Sprachrohr.

sto: Beim Endzeitmodus, mittlerweile schon drei, bringt ihr befreundete Musiker im S036 auf die Bühne. Was macht das Set besonders?

Joschka: Es geht uns darum was gemeinsames zu machen, ein großes abgestimmtes Set auf die Beine zu stellen und die Kompromissbereitschaft der Musiker zu zeigen. Wir wollen uns auch gegenseitig promoten und Netzwerken. Nach dem Live-Set gibt es natürlich noch eine Party.

sto: Wollt ihr mit eurer Musik etwas bewegen außer dem Tanzbein?

Joschka: Wir waren 2012 auf dem Klimafest in Marzahn und ich habe dafür das Lied „Abschalten“ geschrieben. Die Songs sollen auch zum Nachdenken anregen, aber nicht ausschließlich und gleich mit der Tür ins Haus fallend. Wir hatten auch ein Auftritt im Flüchtlingscamp am Oranienplatz und wollten unsere Unterstützung auch musikalisch zeigen.

sto: Wohin soll eure Reise in 2014 gehen?

Joschka: Endzeitmodus #3 mit Laas Unldt., Liquit Walker und Damian Davis war unser gelungener Abschluss für das Jahr 2013. Wir konzentrieren uns seitdem auf unsere anderen Musikprojekte und der ein oder andere der nebenbei studiert hat, macht das jetzt hauptberuflich. Wir tanken jetzt wieder neue Inspiration und jeder macht das was er am liebsten tut: Musik.