Berlin is so Open Stunden


Wenn Open dann Stunden. Ich kann dies gerne als alternatives Kampagnen-Motto für Berlin 365/24 anbieten, auch wenn Open Stunden in der Marienburger Straße ein Anzeigen-Missverständnis sein muss, nach 22 Uhr übernehmen Lärmspießer als Minderheit für die Mehrheit

Herz mit Schnauze im Wunderland


Eine visuelle Darstellung der Berliner Art als Mixtape von Rhobbin und Berlinutz

Der Kampf um Wohnraum folgt auf Planet Erde meist den gleichen Abläufen. Menschen, die mit Geld ihr Geld verdienen sehen adrett aus und kaschieren damit gerne ihre fehlende, innere Demokratisierung.

Viertel werden attraktiv weil Menschen etwas aus ihnen geschaffen haben denen das innere und soziale Leben wichtig ist. Dann kommen diejenigen denen das alles egal ist und verkaufen es an diejenigen denen das auch egal ist, ganz einfach eigentlich.

Mich fragt selten jemand in Berlin was ich den so beruflich mache. Sobald ich gen Südwesten fahre ändern sich die kulturellen Codes. Der kapitalistische Narzismuss findet sich in projezierten Äußerlichkeiten des Lebens im Handy, dem Lebenslauf, einer Wohnung oder im Auto, er bestimmt das Miteinander als dominierende Geisteshaltung.

Menschen starren sich gerne abschätzend an, Sozialneid ist beliebt und Gott ist böse wenn zu perfekt. Zum Glück tickt Berlin mehrheitlich anders, Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg sind linkes Wunderland, quasi der einzige Posthippie-Kiez Deutschlands.

Immobilieninvestoren wie Jakob Mähren sind eher im entpolitisierten Vermehrungszwang beheimatet, die sich von Äußerlichkeiten ernähren und ihr Geld mit kultureller Verdrängung vermehren und denen vieles andere egal ist. Aktuell versucht er sein Glück mit einem Haus im Wedding, bei dem sich die Mieter, die sich charmanterweise „Herz mit Schnauze statt Profit und Kommerz“ dubben, nun tatkräftig gegen den Verkauf an seine Mähren Grundbesitz ONO GmbH wehren.

Obwohl es im Milieuschutzgebiet liegt bedauert Ephraim Gothe, SPD Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung in Mitte, dass sie den Erwerb durch ein Vorkaufsrecht nicht stoppen können.

Deshalb würden wir es lieber haben, wenn wir das Haus erwerben könnten – durch eine Wohnungsbaugesellschaft oder eine Stiftung, die sich beide verschrieben haben, das Haus sozialverträglich weiter zu betreiben – und dadurch die Gefahr zu bannen, dass die Mieterschaft verdrängt wird.

via rbb24

Planes, trains, automobiles and Hotel Orania


Steve Martin and John Candy didn’t take the train either

Trying to capitalize on Berlin-Kreuzberg’s Kottikiez vibe for tourists, with hotel prices of up to 700 Euros per night, the owner of the newly opened Hotel Orania, Dietmar Mueller-Elmau, thinks that not everyone can pay the price for a train ticket to Germany’s capital, the same goes for Hotel Orania, but Dietmar says it’s not Berlin’s fault.

Luckily enough, Berlin’s new airport is still not finished, if it were it might bring ever more gentrifiers to the city that’ll always become. And for those who can’t pay for the train ticket, you’ll have to either walk or stay at home. If that’s not an option, you can always try carpooling. In case you’re in total doubt and stacked with zero cash, you can lock yourself in the toilet on the train of your choice en route to big B.

Dietmar is highly familiar with overpriced hotel rooms in his castle in Bavaria. And he’s always liked contradictions, even as a kid, he once turned off the power during a classical concert in the castle where he grew up. It sounds like a task only a Zapatista is capable of!

I hope that Tricky’s observation of this small town big conglomeration and it’s free spirit stays longer than hotels no one has been waiting for:

„Berlin is the last big city in the world with a vibe“ – Tricky

via taz

Doppelheimspiel-Wochenende

Stefan Ustorf ist vom Scouten aus den Ligen in Nordamerika gerade noch rechtzeitig zum Doppelspiel-Wochenende, gegen die DEG am Freitag und die Adler Mannheim am Sonntag, zurück. Die ersten 3 Tabellenplätze sind am Wochenende in der DEL austauschbar, mit 2 Heimsiegen in der Arena am Ostbahnhof ist der Rekordmeister womöglich wieder Nummer 1.

Ein kleines Wiedersehen gibts heute Abend von fünf ehemaligen Eisbären: Spencer Machacek, Alexander Barta, Mathias Niederberger, Eduard Lewandowski, Daniel Weiß und Henry Haase spielen bei der DEG. Bei den Adlern ist nach der Niederlage gegen München Luft nach oben; die Mannheimer zählen im Nachwuchs sowie in der DEL zu den Vereinen mit großer deutscher Eishockey-Tradition und sind mit genügend Kapital von SAP ausgestattet, immer ein Topspiel.

#Farbenbekennen und kultureller Reichtum

Die Kampagne „Farben bekennen“ ist heute gestartet, sie porträtiert Geflüchtete, die sich als neue Berliner aktiv für andere und das gemeinsame Zusammenleben engagieren.

In den nächsten Tagen werden Plakate mit den Menschen der Kampagne in Berlin sichtbar sein. Im weltweiten Internetti und in U-Bahnen zeigen sich Geflüchtete, in denen sie sagen, warum es sich lohnt, Farbe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen.

Teil der Kampagne ist auch ein Wettbewerb bei dem jeder Farben für das „typisch deutsch“ sein bekennen kann, wie z.B. Prozesse total krass optimieren oder oberflächlich urteilen. Als potenzieller Preis winkt eine Einladung zur Kampagnenweihnachtsfeier im Roten Rathaus am 2. Dezember 2017.

Neben allen Beteiligten der Kampagne sind Unterstützer wie Sherry Hormann, Till Brönner, Niels Giffey am Start. Hinzu tritt Fetsum auf und Max Prosa liefert einen gemeinsamen Song mit einem der Protagonisten bei einem „typisch deutschen Weihnachtsmarkt“.


Fatuma Musa Afrah (27) ist in Somalia geboren und 2014 von Kenia nach Deutschland gekommen. Sie kennt kaum ein Volk, das so willens ist, aus der eigenen Geschichte zu lernen. Sie will nichts geschenkt bekommen und leistet schon ihren Beitrag als Menschenrechtsaktivistin und in dem sie ein Netzwerk aufbaut um Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Abendshow eröffnet am BER!

Mit der ersten Frischzellenkur seit der Wende startet der RBB heute mit einem etwas jüngeren Format und sendet live vom BER. Das Logo und die Schriftarten hat sich der zwanghaft finanzierte Sender vor kurzem auch noch aufgehübscht.

Die Flughöhe hat die Abendshow mit den Partybullen schon ein Stückweit erreicht, mal sehen ob die beiden Berliner Originale, Britta Steffenhagen und Mario Seiffert, die Hauptstadt auch so abfeiern wie die Polizisten.

Steffenhagen: Wir haben eine ganz tolle DJane, Karla Kenya, und die legt zwischendrin Musik auf. Und dann haben auch die Beiträge eine Funktion von Musik.

Seiffert: In der ersten Sendung haben wir eine sehr spezielle Band zu Gast: die Beatsteaks. Sie werden einen Song unplugged spielen. Wir sehr stolz drauf, dass die dabei sind.

via rbb24

Wachstumsberge

Leider gibts kein Meer, keine Berge und auch keine Arbeit. Egal, du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!

Manchmal wünsche ich mir Wowi wäre nie auf die Idee des „arm, aber sexy“ gekommen. Zuviele fanden das sexy genug um nach Berlin zu ziehen. Anscheinend fanden es Menschen aus aller Welt attraktiver als „reich, aber spirituell arm“.

Es gibt zwar immer noch kein Meer und keine Berge, dafür ist Berlin die Wachstumslokomotive Deutschlands geworden mit einer Veränderung von 2015 zu 2016 von 2.7% und einem BIP von 129 Milliarden Euro, quasi der Wirtschaftsleistung von Katar.

Berlin war schon immer ein Ort der Zuflucht. Menschen flüchteten vor feudalen Steuerknechten. Für religiös Verfolgte aus Frankreich entstehte eine neue Heimat. Andere suchen ein Neuanfang, wollen das Unmögliche versuchen, sich selber finden ohne konsumierende Pseudodistinktionsvergleichsgifte im Meer der Vielfalt.

Nach der Wende gab es wenig bis gar keine Arbeit. Berliner und Neuberliner starrten auf unfertige Tapeten im Club der Republik, keiner fragte dich was du beruflich machst, alle suchten vergeblich nach Logos auf Hemden. Menschen wollten einfach hier sein und neue Lebensformen ausprobieren.

Ich glaube Berlin als Ort mit einem einzigartigen sozialem Gefüge, geistigen Haltungen, gefangen zwischen Mainstream-Versionen des Sozialismus und Kapitalismus, hat das Scheitern perfektioniert, gelernt aus wenig viel zu erschaffen, loszulassen, die Freiheit zu schätzen.

Es ist gut so, dass der BER noch nicht fertig ist, der Hauptbahnhof ist doch total schick; wenn es zu einfach wird nach Berlin zu kommen sehe ich schon mehr Logos in geistigen Handlungen verbunden mit spirituell armen sowie oberflächlichen Lebensinhalten und höre des Öfteren Teilzeitberliner fragen was ich denn so beruflich mache.

Es gibt Hoffnung, vielleicht kommt The Berg doch noch, die grandiose Idee von Jakob Tigges, dann fehlt nur noch das Meer.

Overtime-Kharma des Uwe Krupp


Ist dreimal Overtime spielen und dreimal gewinnen mehr als Glück? Auf die gestrige Frage des Reporters nach dem Sieg der Berliner im alles entscheidenden siebten Spiel antwortete Uwe Krupp:

Er hat als Spieler der NY Islanders gegen die Montreal Canadiens gespielt und die Habs haben 10 Overtime-Games hintereinander gewonnen und danach den Stanley Cup geholt. Zum Sieg gegen die mindestens ebenbürtigen Mannheimer kann er nicht sagen ob es Glück oder kein Glück war, es war auf jeden Fall eine gute Serie.

Ich würde sagen, dass Uwe einiges an Overtime-Kharma angesammelt hat, als Nummer 4 der Avalanche und Trainer der Eisbären.