Zuhause in der Schule

CDU und AfD haben in Thüringen versucht miteinander zu reden, haben dies natürlich bestritten, sich aber dann im Flipflop à la Merkel durchgesetzt. CSU bedient ihre Stammwähler mit populistischen Aussagen, Deutsch auch Zuhause zu sprechen, naja, lernt erst mal selber Deutsch.

Ich bin Auswanderer und Einwanderer zugleich. Nach Amerika und Bayern bin ich mal eingewandert. Mit Mitgliedern der AfD habe ich noch nicht gesprochen. Die CSU glänzt immer wieder mit ihren eigenen Klischees, bedient sie und dreht sich ein paar Grad, mit Bussi Bussi, um dann zu johlen, dass es alles nicht so gemeint ist und die Zuwanderer in Bayern besser Deutsch sprechen als in NRW. Man wird ja wohl mal sagen dürfen, aber ich meinte es ja eigentlich gar nicht so, denn es ist einfach nur ein Schrei nach Liebe auf nationaler Bühne.

Als ehemaliger Einwanderer habe ich in Bayern Zuhause Deutsch gesprochen, nur in der Schule habe ich den Lehrer nicht verstanden, weil mein Englisch besser und mein bayerisch so schlecht war. Im Umgang mit der AfD ist es ja ähnlich: Zuhause spricht die CDU mit der AfD, aber in der Schule nicht. Achja, in Amerika habe ich nie bayerisch gesprochen.

Fiktion der Vernunft: Angela Merkel

Merkel FDJ
Merkel als 17-jährige in FDJ Uniform

„Ich war gerne in der FDJ und das zu 70% aus Opportunismus“. Kommend aus einem kommunistischen System, von dem sie profitiert hat und anderen Lebenschancen verwehrt hat, während dem Mauerfall in der Sauna sitzend ist Angela gerne eine opportunistische Wendehälsin.

Ich habe mal gehört, dass eine starke Mannschaft immer bessere Spieler und Vorbilder einsetzt als der Trainer und Kapitän. Wenn die letzte Regierung als Mannschaft verstanden werden soll ist sie keine: Fünf Minister entlassen, keine grundlegenden Reformen und nichts aus dem Koalitionsvertrag ist umgesetzt worden. Es sind unfähige de Mazière Beamten, lügende NSA Pofallas und spießige von der Leyens mit null Umsetzungskraft. CDU Wähler wählen Merkel und ihre Statthalter für das Nichtstun. Denn wenn die Wirtschaft einigermaßen läuft, muss sich Merkel für nichts verantworten, also weiter wie bisher. It’s the economy stupid.

Wir lassen uns Demokratie vorgaukeln, ein Gefühl der Sicherheit, die keine ist ohne Vision, Experimenten und europäischer Empathie. Anscheinend sind die meisten Deutschen eher unpolitisch, leicht rechts und konservativ gesinnt und wollen im Grunde nur ihr Häuschen und einen Mercedes unter dem Hintern. Sie wählen die Fiktion der Vernunft mit Angela Merkel als größte, graue, politische Maus, die unser Land zu bieten hat, so wie das Wetter eben.

Ich mache mir Sorgen um die Zukunft der Demokratie in Deutschland. Wenn wir lieber das Nichtstun unterstützen, weiterhin Veränderung bremsen nur weil das Portemonnaie gerade einigermaßen passt, wird uns die merkelsche Postdemokratie unsere Bürgerrechte weiter mit Füßen treten und im pofallischen Sinne für erledigt erklärt. Unsere Demokratie ist jung, 1848 das erste Mal überhaupt nennenswert mit der ersten Nationalversammlung in Frankfurt zu erwähnen.

Als anpassungswillige Systemopportunisten, ohne Vision und Haltung, erkennen sich viele Deutsche in Merkel wieder, lieber eigene Vorteile ergattern ohne dabei für etwas zu stehen, andere verraten und unempathisch vor sich hin arbeiten um das Haus ab zu bezahlen und Pauschalurlaub zu buchen. Merkel hat sich quasi zwei Mal das Begrüßungsgeld geholt, wie ehemalige Stasimitarbeiter, Wendehälse ohne Rückgrat. Die Banalität getarnt als wirtschaftliche Stabilität ohne dabei aufzufallen.

Wir stehen noch am Anfang der gesamtdeutschen Aufklärung. Quentin, jetzt bist du gefragt, wir brauchen einen Stasijäger Film um unsere totalitärischen Erfahrungen mit Humor aufzuarbeiten, nicht das wir dafür bekannt sind.