Wovon träumt das Internet?


Der einzige Unterschied zwischen Träumen und dem Tod ist die Präsenz des Körpers.

Werden wir uns schon bald ins Internet hochladen um unsterblich zu sein? Und können Kühlschränke träumen? Wird uns durch unsere Internet-Abhängigkeit, ob datengestützte Lieferungssysteme von Lebensmittellagerhallen oder dem Über-Smartphone, eine Sonneneruption unsere Kommunikationssysteme komplett lahm legen? Und warum tragen Gamer Windeln?

Werner Herzog’s Dokumentarfilm „Wovon träumt das Internet?“ aus 2016 wurde gestern im linearen Fernsehen ausgestrahlt, in Englisch „Lo und Behold“ genannt, und liegt ein paar Tage auf den Servern von 3Sat. Herzog versucht die kolossale Veränderung des Internets auf den Menschen herauszufiltern, spricht mit Pionieren der ersten Stunde, unter anderm mit Hirnforschern, Robotik-Wissenschaftler, einer Sonnenforscherin und Elon Musk.

Eines wurde mir nach der Doku verstärkt bewusst: Wir müssen unabhängiger vom Internet werden und konstruktiv kritischer mit den Entwicklungen umgehen, es gibt noch soviel auf der Erde zu tun bevor wir uns auf den Mond oder Mars flüchten, I wonder don’t you?

via 3Sat

DEL bringt die „Schwalbenliste“

Aufs Eis hechten und sich über ein Tor freuen kann man machen, muss man aber nicht. Ohne Grund auf gefrorenen Wasser herumschlittern und liegenbleiben ist im Eishockey Code of Cool verboten.

Das hindert natürlich einige nicht daran sich ohne Fremdeinwirkung mit schauspielerischen Fähigkeiten zu engagieren und sich von dieser Fußballkrankheit anstecken zu lassen.

Mit einem weiteren Schritt nach vorne führt die Deutsche Eishockey Liga (DEL) eine Schwalbenliste, samt Geldstrafen, für den schnellsten Mannschaftssport der Welt ein.

„Ein System, das unsportliches Verhalten in Form von ‚Schwalben‘ oder vorgetäuschten Verletzungen erkennt und sanktioniert, ist da ein weiterer und wichtiger Schritt“, sagte Jörg von Ameln, Leiter Spielbetrieb der DEL.

via sport.de

Eisbären wieder im Fuchsbau


sprade.tv übertragt das Testspiel der neuen Liga-Partner live

Damals, in der kleinsten Liga der Welt, hieß es immer wieder Dynamo gegen Dynamo. Heute um 19.30 Uhr ist es wieder soweit, jetzte sind es die Eisbären gegen die Füchse im ersten Testspiel der Saison.

Die einstigen Dauerrivalen sind ab der Spielzeit 2017/18 Kooperationspartner. Nachwuchstalente der Eisbären, für die der Einsatz in der DEL zu früh ist, können in der 2. Liga Spielpraxis sammeln. Anders rum lassen sich natürlich Füchse auch für die Eisbären empfehlen.

Wer die jungen Talente scouten will, für den hat sprade.tv das wohl beste Live-Streaming Angebot einer zweiten Liga in Deutschland.

Neue von Ohains


Hans Joachim Pabst von Ohain war der Ko-Erfinder des Düsentriebs

Sind wir nur willige Kopierer ohne Haltung, die mit allen Mitteln den kürzesten Weg suchen um die maximale Opportunität rauszuholen?

Ob im taktischen, flipfloppigen Schleichgang à la Merkel oder mit krimineller Innovationsverweigerung deutscher Autohersteller, wir verwalten gerne das Alte und bedienen damit das Klischee von Unsicherheitsvermeidungsstratgien deutscher Kulturcodes.

Solange es wirtschaftlich läuft ist der Wille zur Veränderung schwach. Was wir brauchen sind neue von Ohains, die alles für ihre Vision riskieren und dafür Spott und Neid von Pessimisten ertragen müssen, dafür ohne flipfloppiger, krimineller Energie.

Planet Erde braucht nicht nur neue Antriebe in der Luft und auf dem Land sondern auch positive Energie für Utopien des Zusammenlebens, einer Reorganisation von Arbeit und Freizeit, einer Politik von Teilhabe und Verantwortung sowie Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen, die die Welt wirklich braucht.

Sollte das alles zu lange dauern höre ich unsere Kinder schon sagen: Ist doch klar, wer zulange in den Selfie-Stream schaut fällt irgendwann in den Brunnen.

Mehr Hunter, weniger Farmer

Heute, am 18. Juli, wäre Hunter S. Thompson 80 Jahre alt geworden, er entschied sich mit 67 für den Freitod.

Als Erfinder des Gonzo Journalismus, quasi ein Vorbote subjektiver Veröffentlichungsorgien auf allen erdenklichen digitalen Kanälen, hätte ich gerne seine Meinung zur Banalität der glatten, austauschbaren, kommerziellen Oberflächen gehört sowie zur politischen Demobilisierung à la Merkel kombiniert mit dem ängstlichen Pseudodialog konservativer Politik.

„Er war einer dieser Schriftsteller, deren Arbeit zwar spannend, aber doch einfach aussieht – bisher jedoch unerreicht bleibt“.

via Christopher Kammenhuber