Werbefrei ist das neue Rauchfrei


Berlin Werbefrei, aka „Adblocker der Außenwerbung“, will der schleichenden Entfremdung des öffentlichen Raumes durch immer mehr Werbeflächen mit einem Volksentscheid etwas entgegensetzen.

Der Mitgründer Fadi El-Ghazi nimmt sich São Paulo als Vorbild, in der es seit 10 Jahren ein Verbot von Außenwerbung gibt. Im progressivsten Bundesstaat der USA findet der cruisende Autofahrer seit 1968 schon keine Außenwerbung mehr auf den Schnellstraßen von Vermont.

Auch wenn sich das Stadtbild São Paulos nicht nur zum Guten verändert hat, wissen die »Paulistas« die Veränderung zu schätzen: Über 70% der Einwohner bewerten das Verschwinden der Werbung als positive Entwicklung.

Ich habe Verständnis für Verlage mit angeschlossener journalistischer Dienstleistung, die sich abseits von zwangsfinanzierten, öffentlich-rechtlichen Medien gegen digitale Adblocker wehren, um ihre Banner-Einnahmen zittern und von Facebook als Reichweitenschleuder abhängig sind.

Weniger Verständnis habe ich für die Überweider digitaler Werbeflächen und der daraus resultierenden Sehnsucht von Menschen nach weniger Bannern. Ich hoffe wir sehen zeitnah eine neue Initiative, effektives Plugin oder ein Gesetz auf dem Weg um der schleichenden Entfremdung in digitalen Content-Räumen etwas positives entgegenzusetzen.

via Perspective Daily

Problematic programmatic automatic

Automatisch geschaltete Werbung im Internet ist meistens kostengünstig, daher wird es gerne von Unternehmen gebucht. Und sie bekommen für ihre Investition eine ordentliche Portion Reichweite.

Ich habe mal gehört, wenn etwas zu günstig ist zahlt man auch den Preis dafür. Denn bei der automatischen Schaltung von Internet-Balken weiß der Kunde oftmals nicht auf welcher Webseite diese erscheinen.

So auch im Fall von Banner-Werbung auf Breitbart. Einige Unternehmen, wie z.B. Rewe, Braun, Vapiano, O2 oder BMW wussten nicht, dass sie ihre Werbegelder auf Breitbart liegen lassen. So vermischt sich Politik und Kommerz ohne dem Wissen der Unternehmen.

via Spiegel

Update: Gerald Hensel wird bei detektor.fm dazu befragt und spricht im stern über seine Aktion #KeinGeldFürRechts sowie das Geld verdienen mit der Wut.

Keiner hat so richtig Bock auf Werbung

Keiner hat so richtig Bock auf Werbung und trotzdem wird geklickt und geshoppt. Von irgendwo her muss ich ja Wissen was ich kaufen kann, nur taugen Internet-Balken dazu immer weniger, aber wieso sind auf einmal alle meine Freunde Markenbotschafter?

Durch die veränderte Mediennutzung gibt es neue Kommunikationskanäle, bei dem Pop-Up Banner als aussterbende Form des kauf mich Befehls gelten dürfen und live senden das neue plakatieren ist. Jetzt wird erzählt was das Zeug hält, alles ist authentisch und einzigartig, erlebt in diesem einem Moment!

Dank des Adbustings, also dem auffliegen lassen der Werbung, gibt es die Möglichkeit dem subtilen Beeinflussen eine subtile Schippe drauf zu legen. Ich kritzel die Plakate mit meiner Botschaft voll, quasi als Anti-Anti-Werbung. Und am Ende stehst du im Mediamarkt, weil du das beste Angebot willst. Es gibt auf jeden Fall „Mehr als das“.

Mit dem Hammer im Kopf

Welt Hammer

Frag mich wer sich mit einem Hammer im Kopf angesprochen fühlt? Auf der Oberfläche scheint die Werbekampagne total neu zu sein. Und mit Stuckrad-Barre und Broder haben sich gleich zwei bereit erklärt dem blauen Blatt neues zu Stiften. Viel hilft viel: Je länger die “neue” Nachricht wiederholt wird, desto tiefer wird sie ja in die Köpfe rein gehämmert. Hauptsache neu bleibt irgendwie hängen, auch wenn nichts neu ist. Die Idee entspringt aus dem Kopf von Oliver Voss.

Werbeblender: Locker mit der Commerzbank

Laut der amerikanischen Rating-Agentur Fitch benötigt die Commerzbank erneut Staatshilfe. Bei 687 Mio Verlust in Q3 und einem erneuten Bedarf von 3 Milliarden Taler stellt sich die Frage mit welchen Rechenschiebern in Mainhatten jongliert wird.

Vor nicht allzu langer Zeit, so vor 2 Jahren, schaufelten sie mit voller Liebe zum Detail ihre faulen Geschäfte von 15,5 Milliarden sowie 39,9 Milliarden Euro aus der Dresdner Bank Fusion fleissig in ihre “Bad Bank”. Jetzt liegen die Milliarden irgendwo zerstückelt herum und erleuchten sich eigenständig um im Nirvana der “Good Bank” ein kleiner Teil des grossen Ganzen zu werden.

Eigentlich alles ganz easy, wir Steuerzahler sind mit 25% an der Bank beteiligt, die Jungs und Mädels von BlackRock mit 3,07%, auch bekannt als weltgrößter Vermögensverwalter, das Bank Forum aus der Ukraine mit 89,3%, sogar die Promswjasbank aus Russland ist mit 15,32% dabei. Seit kurzem stehen alle Beteiligungen auf dem Prüfstand.

Und weil der informierte Verbraucher von den satten 2,1% Festzinsen auch profitieren will, ist aber nur 1 Jahr garantiert, gibts voll locker Werbedruck auf allen Kanälen. Deswegen bin ich total entspannt wenn eine unprofitable Bank, die wieder Steuergelder benötigt, voll locker mit Steuergeldern um mickrige Zinsen wirbt.

Merkel Inlay Werbeschleuder

merkel-inlay-schleuder

Merkel verschleudert Steuergelder mit Inlay-Anzeigen im Spiegel 41/2011 sowie anderen Mainstream-Werbeträgern und muss dem Leser erklären, dass es einen Bundesfreiwilligendienst gibt und sie eine Heuchlerin der Kernkraft ist.

Kosten für 1/1 Anzeige laut Listenpreis 58.973 Taler. Der Preis für den Druck sowie Inlay liegen eher bei ca. 100.000 pro Titel. Ich dachte wir hätten eine Schuldenkrise, aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Real leadershit.