Im Slot schießen

Berlin hat sogar eine Eishockey Landesliga bei der ich die Chance hatte aufs Tor zu schießen, der Puck fand tatsächlich den Weg ins Eck oben links. Grundlagen verlernt man nie, mit fünf Jahren stand ich das erste Mal auf Schlittschuhen.

Berlin kann als Geburtsstadt des deutschen Eishockey einiges an Legenden und Pionierarbeit vorweisen. Am 4. Februar, 1897 fand das erste offizielle Spiel in Halensee statt. Mit dem Schlittschuhclub und den Eisbären sind zwei Vereine Rekordmeister und auf ganzen sieben Eisflächen lässt sich der schnellste Mannschaftssport der Welt ausüben.

In dieser Saison ist noch alles drin bei uns, aktuell stehen wir mit der 2. Mannschaft der EHC Berlin Blues auf dem 2. Platz. Die Blues wurden erst vor ein paar Jahren gegründet und sind das einzige Start-Up in Berlin, die irgendwas mit Eis machen.

Doppelheimspiel-Wochenende

Stefan Ustorf ist vom Scouten aus den Ligen in Nordamerika gerade noch rechtzeitig zum Doppelspiel-Wochenende, gegen die DEG am Freitag und die Adler Mannheim am Sonntag, zurück. Die ersten 3 Tabellenplätze sind am Wochenende in der DEL austauschbar, mit 2 Heimsiegen in der Arena am Ostbahnhof ist der Rekordmeister womöglich wieder Nummer 1.

Ein kleines Wiedersehen gibts heute Abend von fünf ehemaligen Eisbären: Spencer Machacek, Alexander Barta, Mathias Niederberger, Eduard Lewandowski, Daniel Weiß und Henry Haase spielen bei der DEG. Bei den Adlern ist nach der Niederlage gegen München Luft nach oben; die Mannheimer zählen im Nachwuchs sowie in der DEL zu den Vereinen mit großer deutscher Eishockey-Tradition und sind mit genügend Kapital von SAP ausgestattet, immer ein Topspiel.

#Farbenbekennen und kultureller Reichtum

Die Kampagne „Farben bekennen“ ist heute gestartet, sie porträtiert Geflüchtete, die sich als neue Berliner aktiv für andere und das gemeinsame Zusammenleben engagieren.

In den nächsten Tagen werden Plakate mit den Menschen der Kampagne in Berlin sichtbar sein. Im weltweiten Internetti und in U-Bahnen zeigen sich Geflüchtete, in denen sie sagen, warum es sich lohnt, Farbe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen.

Teil der Kampagne ist auch ein Wettbewerb bei dem jeder Farben für das „typisch deutsch“ sein bekennen kann, wie z.B. Prozesse total krass optimieren oder oberflächlich urteilen. Als potenzieller Preis winkt eine Einladung zur Kampagnenweihnachtsfeier im Roten Rathaus am 2. Dezember 2017.

Neben allen Beteiligten der Kampagne sind Unterstützer wie Sherry Hormann, Till Brönner, Niels Giffey am Start. Hinzu tritt Fetsum auf und Max Prosa liefert einen gemeinsamen Song mit einem der Protagonisten bei einem „typisch deutschen Weihnachtsmarkt“.


Fatuma Musa Afrah (27) ist in Somalia geboren und 2014 von Kenia nach Deutschland gekommen. Sie kennt kaum ein Volk, das so willens ist, aus der eigenen Geschichte zu lernen. Sie will nichts geschenkt bekommen und leistet schon ihren Beitrag als Menschenrechtsaktivistin und in dem sie ein Netzwerk aufbaut um Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Abendshow eröffnet am BER!

Mit der ersten Frischzellenkur seit der Wende startet der RBB heute mit einem etwas jüngeren Format und sendet live vom BER. Das Logo und die Schriftarten hat sich der zwanghaft finanzierte Sender vor kurzem auch noch aufgehübscht.

Die Flughöhe hat die Abendshow mit den Partybullen schon ein Stückweit erreicht, mal sehen ob die beiden Berliner Originale, Britta Steffenhagen und Mario Seiffert, die Hauptstadt auch so abfeiern wie die Polizisten.

Steffenhagen: Wir haben eine ganz tolle DJane, Karla Kenya, und die legt zwischendrin Musik auf. Und dann haben auch die Beiträge eine Funktion von Musik.

Seiffert: In der ersten Sendung haben wir eine sehr spezielle Band zu Gast: die Beatsteaks. Sie werden einen Song unplugged spielen. Wir sehr stolz drauf, dass die dabei sind.

via rbb24

Wachstumsberge

Leider gibts kein Meer, keine Berge und auch keine Arbeit. Egal, du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!

Manchmal wünsche ich mir Wowi wäre nie auf die Idee des „arm, aber sexy“ gekommen. Zuviele fanden das sexy genug um nach Berlin zu ziehen. Anscheinend fanden es Menschen aus aller Welt attraktiver als „reich, aber spirituell arm“.

Es gibt zwar immer noch kein Meer und keine Berge, dafür ist Berlin die Wachstumslokomotive Deutschlands geworden mit einer Veränderung von 2015 zu 2016 von 2.7% und einem BIP von 129 Milliarden Euro, quasi der Wirtschaftsleistung von Katar.

Berlin war schon immer ein Ort der Zuflucht. Menschen flüchteten vor feudalen Steuerknechten. Für religiös Verfolgte aus Frankreich entstehte eine neue Heimat. Andere suchen ein Neuanfang, wollen das Unmögliche versuchen, sich selber finden ohne konsumierende Pseudodistinktionsvergleichsgifte im Meer der Vielfalt.

Nach der Wende gab es wenig bis gar keine Arbeit. Berliner und Neuberliner starrten auf unfertige Tapeten im Club der Republik, keiner fragte dich was du beruflich machst, alle suchten vergeblich nach Logos auf Hemden. Menschen wollten einfach hier sein und neue Lebensformen ausprobieren.

Ich glaube Berlin als Ort mit einem einzigartigen sozialem Gefüge, geistigen Haltungen, gefangen zwischen Mainstream-Versionen des Sozialismus und Kapitalismus, hat das Scheitern perfektioniert, gelernt aus wenig viel zu erschaffen, loszulassen, die Freiheit zu schätzen.

Es ist gut so, dass der BER noch nicht fertig ist, der Hauptbahnhof ist doch total schick; wenn es zu einfach wird nach Berlin zu kommen sehe ich schon mehr Logos in geistigen Handlungen verbunden mit spirituell armen sowie oberflächlichen Lebensinhalten und höre des Öfteren Teilzeitberliner fragen was ich denn so beruflich mache.

Es gibt Hoffnung, vielleicht kommt The Berg doch noch, die grandiose Idee von Jakob Tigges, dann fehlt nur noch das Meer.

Overtime-Kharma des Uwe Krupp


Ist dreimal Overtime spielen und dreimal gewinnen mehr als Glück? Auf die gestrige Frage des Reporters nach dem Sieg der Berliner im alles entscheidenden siebten Spiel antwortete Uwe Krupp:

Er hat als Spieler der NY Islanders gegen die Montreal Canadiens gespielt und die Habs haben 10 Overtime-Games hintereinander gewonnen und danach den Stanley Cup geholt. Zum Sieg gegen die mindestens ebenbürtigen Mannheimer kann er nicht sagen ob es Glück oder kein Glück war, es war auf jeden Fall eine gute Serie.

Ich würde sagen, dass Uwe einiges an Overtime-Kharma angesammelt hat, als Nummer 4 der Avalanche und Trainer der Eisbären.