Neue von Ohains


Hans Joachim Pabst von Ohain war der Ko-Erfinder des Düsentriebs

Sind wir nur willige Kopierer ohne Haltung, die mit allen Mitteln den kürzesten Weg suchen um die maximale Opportunität rauszuholen?

Ob im taktischen, flipfloppigen Schleichgang à la Merkel oder mit krimineller Innovationsverweigerung deutscher Autohersteller, wir verwalten gerne das Alte und bedienen damit das Klischee von Unsicherheitsvermeidungsstratgien deutscher Kulturcodes.

Solange es wirtschaftlich läuft ist der Wille zur Veränderung schwach. Was wir brauchen sind neue von Ohains, die alles für ihre Vision riskieren und dafür Spott und Neid von Pessimisten ertragen müssen, dafür ohne flipfloppiger, krimineller Energie.

Planet Erde braucht nicht nur neue Antriebe in der Luft und auf dem Land sondern auch positive Energie für Utopien des Zusammenlebens, einer Reorganisation von Arbeit und Freizeit, einer Politik von Teilhabe und Verantwortung sowie Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen, die die Welt wirklich braucht.

Sollte das alles zu lange dauern höre ich unsere Kinder schon sagen: Ist doch klar, wer zulange in den Selfie-Stream schaut fällt irgendwann in den Brunnen.

Mehr Hunter, weniger Farmer

Heute, am 18. Juli, wäre Hunter S. Thompson 80 Jahre alt geworden, er entschied sich mit 67 für den Freitod.

Als Erfinder des Gonzo Journalismus, quasi ein Vorbote subjektiver Veröffentlichungsorgien auf allen erdenklichen digitalen Kanälen, hätte ich gerne seine Meinung zur Banalität der glatten, austauschbaren, kommerziellen Oberflächen gehört sowie zur politischen Demobilisierung à la Merkel kombiniert mit dem ängstlichen Pseudodialog konservativer Politik.

„Er war einer dieser Schriftsteller, deren Arbeit zwar spannend, aber doch einfach aussieht – bisher jedoch unerreicht bleibt“.

via Christopher Kammenhuber

Trump ist kein Punk

„Leute, die sagen, es gäbe keinen politischen Punk, gehen nicht zu kleinen Shows in ihrer Gegend. Viele beißen sich richtig fest – etwa UI/UX, eine kleine Band aus San Francisco.“ – Jello Biafra

via Thomas Salter

Mighty Kiwi style


Swedish helmsman explains Aotearoa’s new sail tech and leg power

I’m always inspired by Kiwi style innovation, humble yet mighty effective and ingenious with their resources, a country that hosts nearly all type of climates and typographies on both islands of Aotearoa.

As one of greatest sailing nations on planet earth, Team New Zealand, headed by the highly talented helmsman Peter Burling, schooled Team USA to take the America’s Cup in the final scoring line 7-1, time to bring the Cup home Peter:

“To be able to win eight races in Beautiful Bermuda in front of a big crowd of our own fans is overwhelming, we’re just happy to be able to share this moment with them, we’re just blown away. I’ve grown up watching this competition as a fan and to be a Kiwi and taking this Cup home is a dream come true.“

It’s beautiful to see how the Kiwi’s took on mouthy Aussie helmsman, Jimmy Spithill, who steered Team USA’s ship with more talk than walk, readily seen on his instagram account.

#battleofbermuda

Ein Beitrag geteilt von Jimmy Spithill (@jspithill) am

Never underestimate the land of the long white cloud and their independent fighting spirit. Sooner or later, I hope we’ll see their silver fern flag waiving on Team New Zealand’s boat, as well as the British Queen’s final departure as „head of state“ on Aotearoa that could help replace the Treaty of Waitangi with a new humble, resourceful and innovative one – mighty Kiwi style.

Werbeblender: comdirect in Berlin?


1/1 Seite Anzeige aus dem Spiegel Nr. 25 / 17.6.2017

Quickborn ist jetzt an der Spree. Frankfurt, dem Sitz der Commerzbank, ist der Finanzstandort Deutschlands und in Quickborn sitzen die durchgedrehten Banker der comdirect.

Warum werben die Commerzbank-Direktbanker nicht mit der Skyline Frankfurts oder mit dem größten Hochmoor Schleswig-Holsteins? Weil man mit festen Zinsen der Commerzbank total locker bleibt.

Neue Fintech Start-Ups in Berlin sind mittlerweile ernst zu nehmende Jobmacher und so lässt sich per Anzeigenschaltung die Aura der Hauptstadt einverleiben, keep it real Raffke wa.

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ – Mahatma Gandhi

Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa


Die Doku sollte urpsrünglich auf Arte ausgestrahlt werden, ist sie aber nicht weil „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ laut WDR nicht ausgewogen war. René Martens hat ihn sich angeschaut und meint:

„Auserwählt und ausgegrenzt“ hat eine deutliche künstlerische Handschrift und vor allem eine deutliche Haltung, es ist ein, so altmodisch das klingen mag, gesellschaftskritischer Film. Wer ihn gesehen hat, fühlt sich bestätigt in der Vermutung, dass die formalen Argumente der Sender vorgeschoben sind. Den Hierarchen scheint die gesamte inhaltliche Ausrichtung nicht zu passen.

In einem offenen Brief an den Intendanten des WDR, Tom Buhrow, hat sich hat Peter Finkelgruen besorgt über die Entscheidung des Senders gezeigt. Eine ausführliche Analyse der Entscheidung hat der epd aufbereitet und zum Glück gibt es ja das WWW und bekannterweise vergisst das Internet nie.

Veränderungsverwaltung

Ein Bekannter von mir ist gerade dabei eine neue internationale „Crowd“ aufzubauen, dabei ist ihm die deutschsprachige Gruppe eher negativ aufgefallen, denn sie haben als einzige Kraut die Deadline zur Abgabe ihrer aller ersten Aufgabe nicht eingehalten.

Nanu, Verbindlichkeit ist eigentlich eher eine gewohnte Tugend aus deutschsprachigen Kultur-Codes, nur wenn es um Veränderung geht schauen wir erst mal zu was die Anderen so machen und warten ab, quasi die Merkelbremse in uns allen, dann sind wir total unzuverlässige, taktierende Zuschauer bevor wir der Herde folgen.

Ich wünsche mir keine falsche Verbindlichkeit des Terrors im Geiste von Goldhagen bei dem systemopportunistisch gehandelt wird. Denn leider wird das Verwalten von Prozessen eher gesellschaftlich goutiert als mutige, eigenständige, innovative Veränderungen. Nicht ohne Grund sind wir keine digitalen Führer sondern eher willige Kopierer mit ganz viel Verwaltung ohne Haltung.

Ich wünsche mir mehr Lilienthals und Brandts in uns allen damit wir in Zukunft auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und nicht wieder auf der Falschen. Das mit der Verwaltung von Prozessen ist ja dann ganz einfach.

Weniger Originale

Ich habe meinen ehemaligen Sportlehrer aus der Schulzeit letzte Woche gesehen und ihn gefragt was sich in den letzten zehn Jahren verändert hat. „Es gibt weniger Originale, Schüler und Lehrer sind angepasster und verbringen mehr Zeit mit ihren digitalen Geräten“.

Ich würde sagen Normcore mitsamt Ansprüchen aber weniger Eigenleistung sind im Mainschtream angekommen.  Je mehr „bring mich bitte durch die Schule“ mit „kauf ich mir sofort“ Klicks im Kopf kombiniert wird verliert sich das Offline-Kollektiv inklusive dem Mitgefühl für Andere. An deren Stelle treten perfekt inszenierte Oberflächen samt Konfliktvermeidungsstrategien und Pseudo-Distinktionen à la Lady Gaga.

Originalität hat nichts mit äußeren Merkmalen zu tun, nur so meine zwei Euro Cents, sondern eher mit einer überzeugenden Haltung, Fehlertoleranz tatsächlich zu leben, andere Meinungen und Lebensentwürfe zuzulassen und der Reflexion darüber Zeit zu geben, Verantwortung für die eigenen körperlichen, geistigen und sprachlichen Handlungen zu übernehmen sowie leidenschaftlicher Biografie-Glaubwürdigkeit.