#Farbenbekennen und kultureller Reichtum

Die Kampagne „Farben bekennen“ ist heute gestartet, sie porträtiert Geflüchtete, die sich als neue Berliner aktiv für andere und das gemeinsame Zusammenleben engagieren.

In den nächsten Tagen werden Plakate mit den Menschen der Kampagne in Berlin sichtbar sein. Im weltweiten Internetti und in U-Bahnen zeigen sich Geflüchtete, in denen sie sagen, warum es sich lohnt, Farbe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen.

Teil der Kampagne ist auch ein Wettbewerb bei dem jeder Farben für das „typisch deutsch“ sein bekennen kann, wie z.B. Prozesse total krass optimieren oder oberflächlich urteilen. Als potenzieller Preis winkt eine Einladung zur Kampagnenweihnachtsfeier im Roten Rathaus am 2. Dezember 2017.

Neben allen Beteiligten der Kampagne sind Unterstützer wie Sherry Hormann, Till Brönner, Niels Giffey am Start. Hinzu tritt Fetsum auf und Max Prosa liefert einen gemeinsamen Song mit einem der Protagonisten bei einem „typisch deutschen Weihnachtsmarkt“.


Fatuma Musa Afrah (27) ist in Somalia geboren und 2014 von Kenia nach Deutschland gekommen. Sie kennt kaum ein Volk, das so willens ist, aus der eigenen Geschichte zu lernen. Sie will nichts geschenkt bekommen und leistet schon ihren Beitrag als Menschenrechtsaktivistin und in dem sie ein Netzwerk aufbaut um Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ich sage gar nichts


So sieht das Leben in einer Printanzeige der FAZ aus, powered by „do your thing“

Ich mache total so my thing. Hey und meinen eigenen Kopf habe ich auch, der gehört ganz allein mir, nur dass ihr alle Bescheid wisst.

Und vor allem mache ich immer das Beste aus meinem Leben in jeder Situation, ohne Rücksicht auf Mensch oder Maschine. Manche halten mich sogar für die Inkarnation des Konsum-Gotts „Me First“. In tune is das totally auch mit den moralischen und ethischen Werten des neuen Seat Arona, der zum Innovationsverweigerer und Diesel-Faker Volkswagen gehört und mich vor dem Tod retten wird.

Hinzu überzeugt mich tief im Inneren die Message des TV-Spots, weil ich schon immer Punker und Popper in einem war und „let it be“ genauso lebe wie in der Werbung, der Agentur C14torce und dem Krokodil aus Afrika.

Sei komplett austauschbar und launche neue kapitalistische Subjektivitätmodelle wie die Autoindustrie SUVs.


via Horizont

Mitte is so over


So sieht eine temporäre Fahrradampel in Berlin aus, rot ist die Farbe der Liebe

Warum flüchten Menschen immer wieder nach Berlin? Sie wollen raus aus ihrer eigenen kleinbräsigen Gemeinde. Hugenotten suchten Religionsfreiheit. Württemberger fliehen vor Kehrwochen und der Schwabenstasi. Amerikaner vor Trump, teuren Mieten in New York oder der Walmartisierung Amerikas. Düsseldorfer von der Kö. Frankfurter vor drögen Erbsenzählern. Und auch Menschen aus Bayern finden Inklusion und freie Kultur interessant.

Was dabei mitzieht sind die geistigen und sprachlichen Handlungen ihrer eigenen kulturellen Prägung. Berlin wird menschlicher, kulturell reicher, bunter und mal wieder unfertig und das ist gut so. Es gibt für jeden Bundesligaverein eine Fankneipe, Exilbayern Stammtische und sogar Einkaufsmöglichkeiten für Materialisten.

Leider ziehen auch kleinbräsige Ohren und Nasen mit, die unfairer Weise zuviel Gewicht im Zerstören der Off-Kultur haben dafür aber mittendrin statt nur dabei sein wollen. Und oft sind es Menschen deren eigene egoistische Ruhe und olfaktorische Reinheit erkauft wird, sie aber selber nichts zum originellen, gesellschaftlichen Geiste der Hauptstadt beitragen.

So wie jetzt auch in einem ehemaligen Schwulenclub, dem Ackerkeller, in dem aktuell ein Frühstücksladen sitzt. Erst war der Ort zu laut und dann störte der Geruch von Pancakes. Der Koch knickte ein nachdem sich Nachbaren über den Geruch beschwert hatten. Pancakes mit Beeren-Kompott und Mascarpone sind jetzt verboten! Ich fordere mehr Solidarität und Internationalität für Mitte-Pancakes!

The dogs of ad tech

Even though a second is still measured as the duration of 9 192 631 770 periods of the radiation corresponding to the transition between the two hyperfine levels of the ground state of the caesium 133 atom, we seem to invest less time on fraud and fake checks, yet place more trust in automating ourselves to death.

And yes, on the internet nobody knows you’re a dog, a highly popularized cartoon turned meme about privacy and anonymity; it still amazes me how much money, time and trust advertisers throw at the dogs of ad tech, who are so programmaticly lost that even the ANA is unaware of their banner placements.

So, ANA, I have a question for you: If the fucking Association of National Advertisers can’t figure out where their fucking advertising is running, how the fuck is anyone else supposed to? (Sorry for the triple f-bombs but under the circumstances they felt awfully good.)

via Type A

Das Kapital sind wir


Fast alle stolzen Teiler haben Sonnenbrillen auf, das Wetter war gut

Ich bin so unheimlich stolz darauf, dass ich Daimler mein Geld geben darf um deren datenwütig sammelnden Autos zu teilen, es passt einfach zu mir. Ich habe gleich alle meine echten Facebook-Freunde eingeladen um vor dieser einzigartigen Carsharer-Karre zu posen. Jeder Mensch ist ein Künstler!

Danach haben wir zusammen an einer Gulaschkanone Eintopf gekocht und sind mit vollem Magen in einer Sharing-Kolonne durch das Bankenviertel gefahren, mit car2go Flaggen natürlich! Ich überweise so gerne total freiwillig und autark mein Geld fürs Carsharing an nur einen einzigen schwäbischen Konzern und deren Aktionäre.

Völlig freiwillig habe ich mir auch Timo Daum zur Skalierung der digitalen Bohéme in der Panke angehört und konnte den Ausführungen von Stew Albert’s „socialism in one person, but that of course is capitalism!“ folgen.

Nun ist seine Flugschrift „Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie“ erschienen, mit der Daum seine Thesen weiter ausführt und die kommerzielle Vereinleibung der Shein-Sharer von sozialen Beziehungen benennt um diese Ambivalenz klarzustellen.

Zwar ermöglicht die digitale Vernetzung einen freien Austausch, jedoch werden gleichzeitig soziale Beziehungen ausgebeutet. Auch bei den scheinbar demokratisch organisierten Plattformökonomien bleibt das Streben nach Profit zentral, wie Daum, der über zwei Jahrzehnte Berufserfahrung in der IT-Branche verfügt, überzeugend darlegt.

via der Freitag

WPP is NRA lobbyist and creates gun control ads

An agency owned by WPP produced this ad for the organization States United to Prevent Gun Violence in 2013

The word’s largest advertising holding WPP, collected $1.46m in lobbying fees from the National Rifle Association while at the same time produced compelling and widely circulated gun control public service announcements.

It seems to me that once we ignore contradictions of dumb money and spiritual conduct, our superficial mindset takes over and common sense is thrown out the window. I think we should focus our human life on being a flow moment explorer, where we help ourselves and others understand and ignore evil in spiritual, verbal and physical action. We might as well start with WPP and LaPierre:

The NRA’s chief executive argued this past Sunday that Americans would be safer if their access to guns was expanded and if federal laws that restrict gun rights locally were overturned.

“There are monsters like this monster out there every day,” he said. “Nobody should be forced to face evil with empty hands.”

via The Guardian

Werbefrei ist das neue Rauchfrei


Berlin Werbefrei, aka „Adblocker der Außenwerbung“, will der schleichenden Entfremdung des öffentlichen Raumes durch immer mehr Werbeflächen mit einem Volksentscheid etwas entgegensetzen.

Der Mitgründer Fadi El-Ghazi nimmt sich São Paulo als Vorbild, in der es seit 10 Jahren ein Verbot von Außenwerbung gibt. Im progressivsten Bundesstaat der USA findet der cruisende Autofahrer seit 1968 schon keine Außenwerbung mehr auf den Schnellstraßen von Vermont.

Auch wenn sich das Stadtbild São Paulos nicht nur zum Guten verändert hat, wissen die »Paulistas« die Veränderung zu schätzen: Über 70% der Einwohner bewerten das Verschwinden der Werbung als positive Entwicklung.

Ich habe Verständnis für Verlage mit angeschlossener journalistischer Dienstleistung, die sich abseits von zwangsfinanzierten, öffentlich-rechtlichen Medien gegen digitale Adblocker wehren, um ihre Banner-Einnahmen zittern und von Facebook als Reichweitenschleuder abhängig sind.

Weniger Verständnis habe ich für die Überweider digitaler Werbeflächen und der daraus resultierenden Sehnsucht von Menschen nach weniger Bannern. Ich hoffe wir sehen zeitnah eine neue Initiative, effektives Plugin oder ein Gesetz auf dem Weg um der schleichenden Entfremdung in digitalen Content-Räumen etwas positives entgegenzusetzen.

via Perspective Daily

Saad and Hawks crush Pens


I first touched ice as a Falcon, about 25 miles north of the Blackhawk’s home turf, where I learned the basics of the game, how to skate and shoot. Of all the cities I lived in the States, Chicago always felt the most home to me, so I get pumped when the Blackhawks do well and a re-aquired player returns with a bang only to beat the reigning champs 10 to 1.

via Chicago Tribune

Irie Révoltés Abschiedstour


Nach 17 Jahren hört die Heidelberger Band Irie Révoltés auf. Ihr letztes Konzert findet am 26. Dezember 2017 in der Maimarkthalle in Mannheim statt, hajo, ganz in der Nähe von IRs badischen Wurzeln.

Mit ihrem franco-allemanischen Kern, dem sozialen und gesellschaftspolitischen Engagement verbunden mit ihrer positiven Energie, hinterlassen sie einen großen Fußabdruck. Ihre Abschieds-Tour ist in vollem Gange, am Tag der Einheit sind die Irie-Vibes beim Zusatzkonzert im Astra ausverkauft wie fast in allen anderen Locations.

Der Zeitpunkt ist für uns gekommen, dieses wunderbare Projekt aufzuhören, um andere Träume und Ideen zu verwirklichen. Wir hätten uns niemals erträumen lassen, was wir durch die Band alles leben und erleben würden. Bei wem sollen wir uns bedanken, wenn es so unglaublich viele Menschen sind, die unseren Weg begleitet haben? Wir sind euch ALLEN unendlich dankbar!

via Irie Révoltés