Keiner hat so richtig Bock auf Werbung

Keiner hat so richtig Bock auf Werbung und trotzdem wird geklickt und geshoppt. Von irgendwo her muss ich ja Wissen was ich kaufen kann, nur taugen Internet-Balken dazu immer weniger, aber wieso sind auf einmal alle meine Freunde Markenbotschafter?

Durch die veränderte Mediennutzung gibt es neue Kommunikationskanäle, bei dem Pop-Up Banner als aussterbende Form des kauf mich Befehls gelten dürfen und live senden das neue plakatieren ist. Jetzt wird erzählt was das Zeug hält, alles ist authentisch und einzigartig, erlebt in diesem einem Moment!

Dank des Adbustings, also dem auffliegen lassen der Werbung, gibt es die Möglichkeit dem subtilen Beeinflussen eine subtile Schippe drauf zu legen. Ich kritzel die Plakate mit meiner Botschaft voll, quasi als Anti-Anti-Werbung. Und am Ende stehst du im Mediamarkt, weil du das beste Angebot willst. Es gibt auf jeden Fall “Mehr als das”.

Feel the Bern

“I live in Vermont and I do what I want” was a local tag line I picked up when I lived in the Green Mountain State for three years during college.

Vermont was a republic for a few years, it’s constitution was the first one in North America to provide for the abolition of slavery. Lake Champlain was connected to the western glacial lakes back in the real old days, now the Great Lakes, which is why Vermont has more native species than any other state in New England. It’s a unique state, small, albeit with clear sense of identity, progressive social politics, cold winters and is home to the birth of snowboarding, a real pedestrian zone in Burlington, as opposed to the countless, soulless malls of America.

With Bernie Sanders, Vermont is touting an independent presidential candidate, who has a solid shot of heading to the White House. What’s most compelling about Bernie is that his vision from the 80s still holds ground, it’s like “oh my god” vintage, consistent to the idea that the common good is one worth fighting for, one that needs continual updates, where a virus scanner runs through the system, to check for imbalances and stashes away corrupted files into the quarantine.

You’ll hear about Bernie’s wild hair, his age or that his experience in Vermont is insignificant for the national stage. Or that big money rules politics, uhm Super PACs, even the polls are veering away from his ticket to the White House. It’ll be sad to see a candidate head to Washington who is everything but consistent, a pure power play who’ll copy anything, constantly change positions, spin around to make it fit, just to get the ticket.

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RealClearPolitics with some numbers on November 1, 2015, where one line is going up and the other down.

Who do you believe will truly fight for the common good? Whose biography lives up to it’s words with action? Who can best connect the dots between the common, business and individual good? It’s great to see Bernie mobilize voters who see the change needed in the commons. I hope Bernie has enough time to mobilize more people who care about balancing the goods, yet still do what they want.

Adblock arms race

“The fundamental problem with advertising as a business model though, is that customers don’t like it unless it is very unobtrusive, and the industry is largely incapable of self control in that respect (did you know that most people install ad blockers due to worry about use of their data to “personalise” them). It is a “tragedy of the commons” problem in that it is always to the advantage of the “ad-overgrazer”, so cheaters prosper – so it’s always just easier to assume the endgame, i.e. they are all acting in bad faith – and block the lot.”

The world of pop-up ads is coming to an end, thanks to ad blocker tools, conscious customers and less intrusive ads. Albeit, subtle ads are not necessarily the more likeable way to communicate commercialism, especially when your friends promote products in their digital channels and you’re not quite sure if it’s an ad or not.

We could do with media education as a required course in schools these days, or we’ll see the beloved ad-overgrazers pop-up in the minds of our future generations without even noticing it.

via broadstuff

The Decentralized Dance Party is coming to Europe

“The Decentralized Dance Party (DDP) is a portable, battery-powered Party System. It consists of hundreds of Party people, carrying boomboxes, and a DJ who wears a backpack, containing an FM transmitter. All the boomboxes are tuned into the DJ’s master FM broadcast, resulting in a mobile, synchronized sound system.”

And it’s coming to Europe this September. The creators Tom and Gary from Vancouver, are simply using oldskool tech without the web, coupled with tons of dance legs and boomboxes. The dress code is akin to Deichkinds, also tons of fun, music video “Bück Dich hoch”. Oh, and the DDP adventure in Europe is crowd powered and still needs your help.

Hey, wir wollen die Eisbären sehen

Die wohl mit Abstand beste Einlaufshow der Welt ist die der Eisbären Berlin: “Hey, wir wollen die Eisbären sehen” haben die Pudhys für den EHC geschrieben, nur mal so.

Am Samstag ist es wieder soweit, die Eisbären starten ihre Saison in der Champions Hockey League (CHL) gegen die ZSC Lions in der Arena am Ostbahnhof. Der DEL Rekordmeister hat es geschafft aus dem Welli in Hohenschönhausen nach Friedrichshain zu ziehen und jedes Jahr die meisten Zuschauer der Liga ins Stadion zu locken. Auch die Kooperation mit dem Eigentümer Anschutz, dem die LA Kings, die Kicker der LA Galaxy und die Hamburg Freezers gehören, haben die Internationalität und den Wissensaustausch immens gefördert. LA und Berlin sind sowieso schon Schwesterstädte.

Ich hoffe, dass der Trainer Uwe Krupp, Stanley Cup Champion 1996, auf den Erfolg der vergangenen Jahre aufbauen kann und auch im Eishockey-Europapokal die Eisbären nach vorne bringt. Im Sommerinterview ist er mit der Kondition und den Grundlagen der Spieler für die neue Saison zufrieden. Das Trikot für die CHL sieht schon mal ganz schick aus.

Der Besser Ossi

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Foto: Sigmund Jähn via dresden_sachsen

Letzte Woche habe ich mit einem Ostberliner beim Abendessen über die Post-Wendezeit gesprochen. Wir fragten uns, was von der DDR übrig geblieben ist. Dann sprachen wir  über die verschiedenen Ossis, solche, die sich zweimal Begrüßungsgeld abgeholt haben oder anpassungswillige Systemopportunisten aus dem SED-Kader und andere Glaubemenschen der Propaganda-Maschine, siehe Angela Merkel, die in der Sauna saßen statt für die Freiheit zu kämpfen.

Besser Ossis à la Gauck sind auf die Straße gegangen, sie standen für etwas, haben für eine neue Zukunft gekämpft, sich in Kirchen getroffen, wollten eine bessere, andere DDR. Viele wurden nach der Wende still und leise verwestlicht, wie ein Update des Adobe Acrobats, fast unscheinbar.

Wir waren uns beim Essen einig: Was uns immer noch in der gesamtdeutschen Aufklärung und in Diskussionen fehlt ist der Besser Ossi. Leider hat der Besser Wessi vieles schlecht (-besserwisserisch) geredet und reduziert auf Äußerlichkeiten, wie fehlende Bananen, Trabis und Ost-Jeans. Die Post-Wendezeit hat das Zwischenmenschliche, die kulturellen Codes des Miteinanders des Ostens, einfach verschluckt, vergessen, sie zu reflektieren, geblendet von blühenden Landschaften.

Vergessen wurde auch die Reflexion über die soziale Bande. Der Besser Wessi nutzt die Bande, um sich durch andere zu definieren, sich über sie zu erheben, den Nutzen im Materiellen zu sehen, für sich, andere mit Logos zu beeindrucken, die auch Logos tragen, denen es eigentlich egal ist. Der Besser Wessi ist gefangen im Vergleichssumpf, mit sich und anderen Menschen, verloren in Äußerlichkeiten des Egos, in kurzzeitigen Verminderungen vorrangegangen Leids. Der Besser Ossi lebt mit der sozialen Bande im Einklang, fast bandenlos, und definiert sich durch Empathie, ohne sich über andere zu stellen, mit anderen im gegenseitigen Vertrauen ohne Kontrollzwang der omnipräsenten Kosten-Nutzenrechnung und passiv-agressivem Taktieren.

Im gerade angebrochenen Mega-Ego-Zeitalter von Tinder und kostenlosen Fitness-Apps, denen ich alle meine Daten minus Romantik auch für billige Hardware hergebe, verkauft sich der Besser Wessi als verkappter, sozialer Neokapitalist blendend. Die Bande wirkt wie ein Spiegel, in dem der Besser Wessi nur sich selber sehen kann, quasi als Teil der Ichbinich-Selfie-Schickeria.

Ich glaube, der Besser Ossi ist schon längst da, nur ungleich verteilt, wie Rifken unlängst in seinem dicken Schinken Die empathische Zivilisation erklärt und in Kulturzeit erzählt, unser menschlicher Kern ist unendlich weit weg vom Besser Wessi. Unendlich war die Sicht des Kosmonauten Sigmund Jähn, der erste Deutsche im Weltall. Vielleicht konnte er erkennen, wie kleingeistig der Besser Wessi ist. Als Pionier hat er unseren Planeten vom All gesehen und womöglich war es ein anderes, besseres, postvereintes, empathisches Deutschland.

Słowiński Park Narodowy i Łeba

Go!

Q-Tip is back on track, this time he’s on with the Chemical Brothers new release “Go”, the second track on their upcoming album Born in the Echoes via se germanically inspired name Astralwerks. Released in May, the “Go” video has a Bauhaus/Kraftwerk/Metropolis feel and was directed by Michel Gondry, who also had his signature under the superhero action flik The Green Hornet, yup, with Christoph Waltz and Seth Rogen.

Metropolis on the edge of control. They take our money, but they won’t take our soul. Forget, ain’t gon’ do it no mo’. Won’t do what we told and we ain’t gonna fold. We go.

For all the German viewers, thanks to the royalty collectors Gema, who btw need some serious competition, the “Go” video can’t be found on YouTube, only on the mighty sluggish vevo. Thanks to the Brothers for uploading the Gema friendly version a few days ago. Go, go, go.

 

World Cup of Hockey?

For the third installation of the “World Cup of Hockey” in 2016, the Europe All-Stars will exclude Czech Republic, Finland, Russia and Sweden, but include countries such as Slovakia, Switzerland, Germany, Austria, France, Denmark, Norway, Latvia, Belarus, Estonia, Slovenia, Kazakhstan, Lithuania (among others).

Wow, that’s the most confusing Team Europe ever. I can’t wait to hear the introduction on the ice to that one! Now two groups are being lumped together:

Group A: Canada, Czech Republic, USA, Europe All-Stars

Group B: Sweden, Finland, Russia, U23-North Americans

Sure, the best teams in Europe are the Czechs, Finns and Swedes, I think the Swiss could go solo as well in terms of performance. It’s a bit akin to the NBA World Championship or MLB World Series, not quite that global, rather North American. For a truly global world cup of hockey, I would like to add the Caribbean All-Stars to Group A, which includes players from Jamaica and Barbados.

via Puck Daddy

Probleme ehrlich ansprechen!

Und dann natürlich die Erfolgsrezepte. Zum Beispiel: Probleme ehrlich ansprechen! Mitarbeiter und Öffentlichkeit mit der Realität konfrontieren! Das ist die Ausgangslage, um einen Dialog zu starten und die Veränderungsbereitschaft zu wecken. Oder: Wenn etwas gut läuft, schau aus dem Fenster und frage dich, warum du soviel Glück gehabt hast! Und schau in den Spiegel, wenn etwas schlecht gelaufen ist! Menschen und unter diesen natürlich auch Manager neigen dazu, es genau umgekehrt zu tun.

Das sind mehr als weise Worte von Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom, auf die Frage welches Buch ihn inspiriert habe: Es ist “Good to great” von Jim Collins. Das Ganze ist in der neuen, gedruckten Wirtschaftswoche zu lesen und noch nicht im WWW zu finden, einen Tag nach der Offline-VÖ (Update: sondern fünf Tage danach).

Menschen und Manager neigen zur Realitätsferne, gerade wenn es mal schief läuft wird gerne geduckt und ungern Verantwortung übernommen. Sehr en vogue ist das Schweigen. Wir unpolitischen Deutschen lassen uns eine Fiktion der Verantwortung erzählen. Guck mal, ich bin total lieb und kümmere mich um euch, bin nämlich auch ein Opfer der Handy-Überwachung! Angela Merkel ist unser aller alternativärmstes Vorbild.

Was so manche Wirtschaftsbücher angeht bin ich immer wieder überrascht welche Oberflächlichkeit der Erkenntnisse dominiert. Ich würde mich auf jeden Fall mal mit der Realität auseinandersetzen oder einen Dialog starten. Fang was an, es kann zu etwas führen!