Corporate Spiritual Spies

True freedom starts in the mind, yet large corporations want to infest mindfulness with money in hopes that employees will become more productive for profits.

But practising mindfulness to deal with work-related stress is not turning us into rebels, it’s making all docile.

Despite it’s amiable goal, we should own and invest our limited time in personal and social spiritual development and not in corporate spiritual spies who own a passive aggressive agenda of growth nirvana.

via William Little

Halt Dich an Deiner Marke fest

Das unsichtbare Mitgefühl mit dem wir nonverbale Handlungen ausüben, welches unser Universum zusammen hält, wird immer überleben wenn wir die verbale Abnutzung und der konsumistischen Vereinleibung als überzeugte Verbraucher mit authentischer Haltung sogannante „Love Brands“ einfach ignorieren.

via One to One

Im Slot schießen

Berlin hat sogar eine Eishockey Landesliga bei der ich die Chance hatte aufs Tor zu schießen, der Puck fand tatsächlich den Weg ins Eck oben links. Grundlagen verlernt man nie, mit fünf Jahren stand ich das erste Mal auf Schlittschuhen.

Berlin kann als Geburtsstadt des deutschen Eishockey einiges an Legenden und Pionierarbeit vorweisen. Am 4. Februar, 1897 fand das erste offizielle Spiel in Halensee statt. Mit dem Schlittschuhclub und den Eisbären sind zwei Vereine Rekordmeister und auf ganzen sieben Eisflächen lässt sich der schnellste Mannschaftssport der Welt ausüben.

In dieser Saison ist noch alles drin bei uns, aktuell stehen wir mit der 2. Mannschaft der EHC Berlin Blues auf dem 2. Platz. Die Blues wurden erst vor ein paar Jahren gegründet und sind das einzige Start-Up in Berlin, die irgendwas mit Eis machen.

Endlose Effizienz ohne Lust


Photo via Paul S.

„Wenn die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, nicht beantwortet sei, komme es zur Ausbildung von Ressentiments: Ich sehe dann in den anderen nur etwas, was ich selbst nicht haben kann, den endlosen Genuss“. – Johanna Montanari

Mit der Überpräsenz äußerlicher Handlungen im Alltag verlieren wir die Fähigkeit den inneren Genuss im Hier und Jetzt zu leben. Bob Thurman stellte sich bei Ted mal die wunderbare Frage: Wenn wir eine schöne Zeit haben, wie lange wird die schöne Zeit schön sein und wieviel schön ist schön genug?

Im Anderen etwas sehen was einem selber fehlt scheint der essentielle Motor unserer verblendeten Konsumgesellschaft zu sein. Ohne den Antrieb dieser äußerlichen Illusion würden die meisten Geschäftsmodelle sofort in sich zusammen fallen. Kräfte wären frei gesetzt und Areale in unserem Gehirn aktiviert, die der hellen Macht nahe stehen; es wäre sofort Platz frei für Geisteshandlungen, die der spirituellen Evolution mehr Zeit schenken.

Im Buch „Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“ argumentiert der Philosoph Robert Pfaller, dass wir nur noch um Anerkennung kämpfen, aka Likes statt um Lust, was auch damit zu tun hat, dass Effizienzdenken über alles gestellt wird, nur, wer will schon effiziente Lust?

via der Freitag

Paprika Chips sind auch keine Lösung


Photo via Jessica and Lon Binder

Das muss in der 6. Klasse gewesen sein als ich drei Jahre in der Quadratenstadt Mannheim die Schulbank drückte. Im Kiosk meines Vertrauens gabs in der großen Pause saure Zungen und auf dem Weg nach Hause manchmal eine Tüte Paprika Chips.

Zur Auswahl standen im Regal ganze drei Sorten Paprika, das wars. Sour Cream Whiskey oder Kürbis Orange wären unglaubwürdige Zukunftsvisionen gewesen. Die gute alte Paprika hatte eine absolute Monopolstellung, das orangefarbene Gewürz musste sich vor niemandem rechtfertigen, die miefige Wessi-BRD war sich sicher, Chips sind orange, ich habe fertig.

Telefonieren organisierte im Alleingang die Deutsche Post. Ich kann mich noch an die kryptischen Fetznetz Rechnungen erinnern. Telekom hilft wirkt heute wie eine Ironie der Geschichte. Sie waren Nutznießer im Kosmos des Wessi-Kommunismus. Geklonte Staatsunternehmen, im Geiste der Lufthansa oder Bahn ohne wirklichen Dienstleistungsdruck und dem Atem des Verbrauchers am Hinterkopf, zählten munter ihre Einnahmen.

In die Glaskugel schauen ist kein Dieselmotor. Wir sind uns immer gleich so sicher obwohl wir garnichts Wissen. ISDN wäre fast das schnellste Internet der Welt geworden. Michel Houellebecq stilisierte glatte Broschüren deutscher Autohersteller als Fiktion der Vernunft. Nur ein Komödiant mit Doktortitel kann seriös sein; es muss sich alles ableiten können, über uns selber lachen macht überhaupt keinen Sinn und die Zukunft überlassen wir lieber anderen, dafür empfehle ich weiterhin, dass wir alle erdenklichen Prozesse in der Gegenwart optimieren.

„Das Internet wird kein Massenmedium, weil es in seiner Seele keines ist“. – Zukunftsforscher Matthias Horx, 2001

Berlin is so Open Stunden


Wenn Open dann Stunden. Ich kann dies gerne als alternatives Kampagnen-Motto für Berlin 365/24 anbieten, auch wenn Open Stunden in der Marienburger Straße ein Anzeigen-Missverständnis sein muss, nach 22 Uhr übernehmen Lärmspießer als Minderheit für die Mehrheit

Warum wir keine guten Führer sind

„Es gab Zwänge, denen du dich nicht entziehen konntest. Das war natürlich traurig und ein Bestandteil eines falschen Systems. Und: Es war auch alternativlos“. – Matthias Sammer

Ich habe mich gestern Abend mit einem Österreicher über den zunehmenden, verkappten Fascho-Konservatismus in der Politik unterhalten und warum ein Kanzler Kurz, der die sozialen Systeme aushöhlen will, fürs nichts steht außer ein bisschen nett hetzen und Geld verdienen.

Matthias Sammer ist zwar kein Fascho, aber ein anpassungswilliger Systemopportunist ohne Haltung, der das DDR-System für seine freiwillige Mitarbeit bei der Stasi verantwortlich macht und als Karriere-Chamäleon seine eklatante Führungsschwäche sowie ein fehlendes, individuelles Verantwortungsbewusstsein zeigt.

Die Liste lässt sich bis zum ehemaligen VW-Häuptling Martin Winterkorn weiter führen, Bonihasen, die keine individuelle Verantwortung übernehmen. Alternativ hätten wir noch Wendehälse à la Angela Merkel, die zu 70% aus Opportunismus in der FDJ waren und jede beliebige Fahne aufs Dach hissen solange es gerade systemisch zum eigenen Vorteil passt.

Uns bleibt nur die Chance unseren, eigenen Willy Brandt in die Welt zu lassen oder den Franzosen das Ruder für Europa zu übergeben.

via T-Online

Herz mit Schnauze im Wunderland


Eine visuelle Darstellung der Berliner Art als Mixtape von Rhobbin und Berlinutz

Der Kampf um Wohnraum folgt auf Planet Erde meist den gleichen Abläufen. Menschen, die mit Geld ihr Geld verdienen sehen adrett aus und kaschieren damit gerne ihre fehlende, innere Demokratisierung.

Viertel werden attraktiv weil Menschen etwas aus ihnen geschaffen haben denen das innere und soziale Leben wichtig ist. Dann kommen diejenigen denen das alles egal ist und verkaufen es an diejenigen denen das auch egal ist, ganz einfach eigentlich.

Mich fragt selten jemand in Berlin was ich den so beruflich mache. Sobald ich gen Südwesten fahre ändern sich die kulturellen Codes. Der kapitalistische Narzismuss findet sich in projezierten Äußerlichkeiten des Lebens im Handy, dem Lebenslauf, einer Wohnung oder im Auto, er bestimmt das Miteinander als dominierende Geisteshaltung.

Menschen starren sich gerne abschätzend an, Sozialneid ist beliebt und Gott ist böse wenn zu perfekt. Zum Glück tickt Berlin mehrheitlich anders, Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg sind linkes Wunderland, quasi der einzige Posthippie-Kiez Deutschlands.

Immobilieninvestoren wie Jakob Mähren sind eher im entpolitisierten Vermehrungszwang beheimatet, die sich von Äußerlichkeiten ernähren und ihr Geld mit kultureller Verdrängung vermehren und denen vieles andere egal ist. Aktuell versucht er sein Glück mit einem Haus im Wedding, bei dem sich die Mieter, die sich charmanterweise „Herz mit Schnauze statt Profit und Kommerz“ dubben, nun tatkräftig gegen den Verkauf an seine Mähren Grundbesitz ONO GmbH wehren.

Obwohl es im Milieuschutzgebiet liegt bedauert Ephraim Gothe, SPD Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung in Mitte, dass sie den Erwerb durch ein Vorkaufsrecht nicht stoppen können.

Deshalb würden wir es lieber haben, wenn wir das Haus erwerben könnten – durch eine Wohnungsbaugesellschaft oder eine Stiftung, die sich beide verschrieben haben, das Haus sozialverträglich weiter zu betreiben – und dadurch die Gefahr zu bannen, dass die Mieterschaft verdrängt wird.

via rbb24