Brandenburg. Es kann so einfach sein


Teaser zur „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ Kampagne

Brandenburg kennen viel zu wenige in Deutschland. Potsdam liegt in Brandenburg und nicht in Berlin, der BER ist eigentlich in Brandenburg und nicht in Berlin.

Rainald Grebe hat sich musikalisch vor über 10 Jahren mal dazu geäußert. Die Uckermark ist flächenmäßig der größte Landkreis mit der dünnsten Besiedelung Deutschlands, quasi das Neuseeland des Ostens in Brandenburg.

Eine neue Kampagne, die im Mai startet, versucht die Bekanntheit des Bundeslandes sowie das Image positiv zu besetzen. Noch bevor es im Frühling los geht haben sie ein kleines, visuelles „Es kann so einfach sein“ Teaserchen in die Welt gelassen.

Der Grundgedanke ist gut. Deutsche sind verhältnismäßig getresster und unentspannter als die meisten ihrer europäischen Nachbarn. Stichwort: Können sie mal eine 2. Kasse aufmachen, oberflächliches Urteilen auf den ersten Blick und distanzlose Rücksichtslosigkeit sind keine exportierbaren kulturellen Codes.

Brandenburg ist der Anker einer neuen Bewegung für mehr oberflächliche Freude und Einfachheit in der weniger geplant und abgehakt wird. Der neue Genuss ohne egoistische Verzweckung und Vereinsamung im Alltag. Entdecke Dein Brandenburg in Dir!

Deutschland schafft Sensation gegen Schweden


Eine wunderbare Zusammenfassung des Eis-Krimis auf Eurosport, die Eishockey deutlich emotionaler und kompetenter als ARD/ZDF begleiten

Mit der besten Mannschaftsleistung seit 1976 in Innsbruck zieht die DEB Auswahl mit 4-3 an Schweden vorbei und spielt im Halbfinale gegen Olympiasieger Kanada. Es ist der erste Sieg gegen den amtierenden Weltmeister mit den drei Kronen bei einem olympischen Turnier.

Ganz grosses Eishockey, ein super Vorbild für den Nachwuchs um den schnellsten Mannschaftssport der Welt in Deutschland mit einem dicken Ausrufezeichen auf die Karte zu setzen und in die Medien zu bringen, ihr habt es verdient, chapeau, es wird Zeit, dass mehr Aufmerksamkeit und Geld ins Eishockey fliesst damit euer Erfolg nachhaltig wirkt!

Es gibt ja so Momente im Sport, die können auch ein langes Reporterleben erschüttern. Sie können einem auch eine Träne in die Augen treiben, in die Augen mit den nach vielen Tagen Pyeongchang langen Olympiaringen darunter. Das Siegtor von Patrick Reimer in der Verlängerung gegen Schweden war vielleicht bislang aus deutscher Sicht der Höhepunkt der Spiele überhaupt. – Claus Vetter

via hockeyweb

Osteuropa schätzt und nutzt seine Medienfreiheit

Wenn die europäische Union aus Radio und TV (EBU) eine Erhebung zum Vertrauen der verschiedenen Mediengattungen zum Leben erweckt, stellt sich sofort die Frage wie glaubwürdig die Studie ansich ist.

Solider wäre es wohl wenn eine Uni oder ein nachweislich unabhängiger Dienstleister sich der Sache annimmt. Immerhin, es wurden 1.000 Face-to-Face-Interviews pro Land mit Personen ab 15 Jahren in 33 Ländern Europas durchgeführt.

Vertrauen ist ein großes, weites Feld. Er ist unser aller sozialer Klebstoff, von der Familie hin zur Eckkneipe im Kiez bis zu geistigen und sprachlichen Handlungen von Politikern. Allein die Defintion von Vertrauen hat in den letzten Dekaden einen Zuwachs an Erklärungen gesehen.


Radio geniesst mit Abstand das meiste Vertrauen als Medium in der EU

Eines ist sicher, dickes und dünnes Vertrauen lässt sich relativ klar definieren. Und die traditionellen Mediengattungen bewegen sich alle auf dünnem Vertrauen, sie müssen sich das Vertrauen immer wieder erarbeiten; über Zeit und mit konsequenten Handlungen und nachvollziehbaren Inhalten.

Womöglich geniesst das gesprochene Wort in Zeiten von antisozialen, digitalen Medien ein höheres, dünneres Vertrauen weil es sich weniger verfälschen lässt, du hörst was du hörst und weißt wer da spricht. Vielleicht ist es unsere Sehnsucht nach dem stammischen Lagerfeuer bei der uns ein Bonnehomme die Welt in einfachen Worten erklärt.

Andererseits stehen die Bürger des neuen Ostens dem Internet weitaus positiver und offener gegenüber. Dies kann ich in meinen persönlichen Erfahrungen bestätigen. Der Sprung von Staatspropaganda in TV und Radio hin zum dezentralen, offenen, und demokratischen Internet wirkte wie eine Befreiung für Polen, Esten, Litauer oder Bulgaren.


Ist den Deutschen die Sicherheit im Internet wichtiger als Freiheit?

via vprt

John Perry Barlow lebt im Cyberspace

Einer der wichtigsten Internet-Pioniere, John Perry Barlow, ist in seinem Schlaf an einem Herzversagen gestorben.

Als Mitgründer der Electronic Frontier Foundation, Songwriter für die Grateful Dead und seiner Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace wird er als liberaler Bürgerrechtler aus dem Cyberspace der Menschheit für immer erhalten bleiben.

Vor 7 Jahren hatte ich die Chance im Crackers, ein ehemaliger Club in der Heidestraße, für 10 Minuten mit ihm zu sprechen. Ich wollte ihn als Speaker für die re:publica empfehlen, weil ich dachte, dass er dort interessierte Zuhörer finden würde.

John stellte schon früh spirituelle Fragen zu diesem neuen Ort als Unort, dem Nichts des Körpers, er war optimistisch und reflektiert; seine Unabhängkeitserklärung aus dem Jahre 1996 ist nach seiner Trennung von Körper und Geist mindestens genauso relevant.

Unsere persönlichen Identitäten haben keine Körper, so daß wir im Gegensatz zu Euch nicht durch physische Gewalt reglementiert werden können. Wir glauben daran, daß unsere Regierungsweise sich aus der Ethik, dem aufgeklärten Selbstinteresse und dem Gemeinschaftswohl eigenständig entwickeln wird.

via heise

Eisbären sonnen sich in Los Angeles

Nachdem die Eishockey-Nationalmannschaft ihr einziges Vorbereitungspiel für Olympia mit 2-1 gegen die Schweiz gewonnen hat, gehts für die meisten Vereine der DEL in der Spielpause eher ruhiger zu.

Ein kleines Exportpflänzchen wagen die Eisbären Berlin. Sie nutzen die Zeit in Kalifornien bei ihrem Bruderverein der LA Kings als einwöchiges Trainingslager inklusive einem Testspiel gegen das Farmteam der kalifornischen Könige, der Ontario Reign.

Das ist alles ein absolutes Novum für eine deutsche Eishockeymannschaft, in den USA und im Sonnenscheinstaat zu trainieren und spielen. LA und Berlin sind seit 1967 schon städtepartnerschaftlich verbunden und dank Wowi verstärkt in der Filmbranche kooperativ.

 „Sportlich gesehen ist es ein guter Trip für uns, sicherlich auch für den mannschaftlichen Zusammenhalt. Wir sind nicht im Urlaub da, sondern zum Training und es wird ein gutes und interessantes Spiel gegen Ontario“. – Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp.

via hockeyweb

Halt Dich an Deiner Marke fest

Das unsichtbare Mitgefühl mit dem wir nonverbale Handlungen ausüben, welches unser Universum zusammen hält, wird immer überleben wenn wir die verbale Abnutzung und der konsumistischen Vereinleibung als überzeugte Verbraucher mit authentischer Haltung sogannante „Love Brands“ einfach ignorieren.

via One to One

Endlose Effizienz ohne Lust


Photo via Paul S.

„Wenn die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, nicht beantwortet sei, komme es zur Ausbildung von Ressentiments: Ich sehe dann in den anderen nur etwas, was ich selbst nicht haben kann, den endlosen Genuss“. – Johanna Montanari

Mit der Überpräsenz äußerlicher Handlungen im Alltag verlieren wir die Fähigkeit den inneren Genuss im Hier und Jetzt zu leben. Bob Thurman stellte sich bei Ted mal die wunderbare Frage: Wenn wir eine schöne Zeit haben, wie lange wird die schöne Zeit schön sein und wieviel schön ist schön genug?

Im Anderen etwas sehen was einem selber fehlt scheint der essentielle Motor unserer verblendeten Konsumgesellschaft zu sein. Ohne den Antrieb dieser äußerlichen Illusion würden die meisten Geschäftsmodelle sofort in sich zusammen fallen. Kräfte wären frei gesetzt und Areale in unserem Gehirn aktiviert, die der hellen Macht nahe stehen; es wäre sofort Platz frei für Geisteshandlungen, die der spirituellen Evolution mehr Zeit schenken.

Im Buch „Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur“ argumentiert der Philosoph Robert Pfaller, dass wir nur noch um Anerkennung kämpfen, aka Likes statt um Lust, was auch damit zu tun hat, dass Effizienzdenken über alles gestellt wird, nur, wer will schon effiziente Lust?

via der Freitag